Andreas Ogger
SKIKE TrainingsCenter Stuttgart
E-Mail: info@schwaben-skike.deTelefon: 07152/90 95 905
Eine Frage der Priorität:
Schnäppchen oder Wohlgefühl
Wenn das Komplettpaket enttäuscht
Stockmaterial - Aluminium oder Carbon?
Bemerkung: Stöcke und Sicherheit
Stockspitzen - Der Geier lässt grüßen
Stockschlaufe -
Auf die Führung kommt´s an
Einstellung der Stocklänge
Der V07 -
Es kann nur einen geben
Einstellung neuer Skikes
vor der ersten Fahrt
Vorsicht beim ersten Aufpumpen
Verlängerungen -
Für XXL-Füße bis Größe 54
Schutzblenden als Schmutzfänger bei Nässe
Rücklaufsperren - und kein Berg ist zu steil
Worauf kommt es Ihnen beim Kauf eines hochwertigen Sportgeräts wie den SKIKES an?
Darauf, ein paar Euro zu sparen? Dann prüfen Sie die Angebote im Internet.
Oder legen Sie Wert auf einen guten Service und auf die Garantie, keine Nerven zu verlieren mit Plagiaten, kaputter Ware, fehlenden Teilen und nicht oder schwer erreichbaren Verkäufern?
Natürlich ist das eine rhetorische Frage. Und doch kaufen noch immer viele SKIKE-Beginner - vor allem vor dem Besuch eines Einsteigerkurses - im Internet ein und ärgern sich dann, wenn Sie letztlich draufzahlen: entweder mit Geld, wie es bei Lockvogel-Komplettpaketen leider allzu oft passiert oder mit Nerven, weil beim Internethandel Wunsch und Wirklichkeit oft weit auseinander gehen.
Beispiel aus meinem Kursalltag: Stolz kommen Kursteilnehmer mit ihrer neuen SKIKE-Ausrüstung, im Internet günstig erobert. Dass die Spur vom Verkäufer nie eingestellt wird (was beim guten Händler zum Service dazu gehört), ist noch harmlos, denn das kann jeder auch selbst machen. Traurig und teurer wird es bei den Stöcken: Die wurden, ach wie großzügig, den SKIKES gratis beigegeben - und taugen leider nur für den Müll: instabil, zu lang/zu kurz, Spitzen rutschen weg und die Schlaufen lommeln am Handgelenk. Kein guter Start in eine tolle Sportart.
Ein zertifizierter Trainer zeigt Ihnen, wie Sie es vermeiden auf SKIKES auf die Nase zu fallen. Bei einem zertifizierten Händler passiert Ihnen das ebenso wenig. Worauf kommt es Ihnen also an?![]()
Sicher - SKIKES kosten samt Zubehör erst einmal eine Portion Geld. Ich habe das z. B. von Anfang an bei Sport Röhrle investiert, der mit Andreas Würkert einen echten Skike-Experten hat. Mir war die Vor-Ort-Betreuung eines kompetenten Händlers wichtig, der auch schnell Ersatzteile und alles andere Skikezubehör besorgen kann, und das stets in bester Qualität und preislich fair. Bei
hunderten Euro Investitionssumme möchte ich außerdem wissen, wen ich als Mensch vor mir habe: Sport- und Skifans wie Andreas Würkert oder Chef Röhrle sind bis in die letzte Zelle vertrauenswürdig, weil es ihnen zuerst um die Sache geht und erst viel später ums Geschäft. So ein gutes Gefühl bekommen Sie bei Händlern, die ihre Sache verstehen und mit Begeisterung anbieten.
Im Internet sparen Sie vielleicht 10 Euro. Ein gutes Gefühl ist unbezahlbar.
Bei den im Handel üblichen Stöcken aus Aluminium oder Kohlefaser ist es für Beginner oft eine
Frage des Geldes: Alu-Stöcke sind günstiger. Allerdings haben sie eine weniger gute Dämpfung, verwringen sich leichter und sind lauter (vor allem bei Neulingen), wenn sich mit typischem Klack-Klack die Stockspitzen in den Asphalt krallen. Die Stabilität reicht aber allemal aus, um sicher zu skiken; daher sind Alustöcke für den Anfang eine vernünftige Wahl.
Das Feine an Carbonfasern ist, dass sie deutlich leichter sind und leiser beim Einstechen. Die Stabilität übertrifft die des Alu-Stocks, dafür verzeiht er keine großen Spannungen und bricht bei Belastungen, wo sich Aluminium nur verbiegen würde. Er ist um einiges teurer und daher entweder für Fortgeschrittene geeignet oder für Anfänger, die eine perfektionistische Neigung haben. Ich persönlich fahre schon immer mit Carbonstöcken, da sie die Energie des Stockschubs optimal nützen und federleicht sind.
Bemerkung zum Thema Stöcke und Sicherheit:Der Stockeinsatz beim Skiken ist ausschließlich dazu da, um Tempo zu machen. Niemals sind Stöcke ein Instrument, um Sicherheitsmängel in der Stand- und Lauftechnik auszugleichen. Im Gegenteil: Wer die Stöcke benützt, um bei Unsicherheiten seine Balance zu finden oder sogar zu bremsen, gefährdet sich! In offiziellen Skike-Kursen wird ausführlich gezeigt, in welcher Weise Stöcke einzusetzen sind - und vor allem in welcher nicht. Die Sicherheit kommt stets als erstes, und die findet ein Skiker nur im sicheren Stand- und Gleitvermögen auf Skikes.
Ohne gute Spitzen ist Skiken nur Outdoor-Schlittschuhlaufen. Ständig mit den Stöcken auf dem Asphalt auszurutschen ist eine kraftraubende Tortur, die jeder kennt, der entweder keine gute Stockeinsatztechnik erlernt hat oder eine Tour mit abgebrochener Spitze zu Ende fahren musste. Damit letzteres nicht passiert, empfehle ich den sog. doppelten Geierschnabel aus Hartmetall; wenn sich einmal eine Spitze verabschieden sollte, dreht man einfach den längenverstellbaren Stock im Gewinde und kann normal weiterfahren.
Nicht geeignet sind zum sportlichen Fahren die Gummischuhe, die man meistens mit den Stöcken zum Abdecken der scharfen Spitzen bekommt; umso mehr aber für technische Übungen, wie ich sie etwa im Aufbaukurs anbiete. Wenn der Stock einmal allzu hart aufgesetzt wird, macht das der Spitze nichts aus.
Im Anschluss an den Einstich der Stöcke und dem Vorwärtsschub schwingen die Stöcke hinter
dem Rücken aus; die Hände öffnen sich kurzzeitig, um die Muskelketten von der Hand bis zum oberen Rücken zu entspannen.
Das ist der Augenblick, in dem sich die Führung einer guten Stockschlaufe beweist: Sie hält den Stock in Schwungrichtung und führt ihn in der Schwungphase nach vorne wieder in die Hand zurück, die nur noch zugreifen muss.
Es kostet Zeit, Konzentration und Sicherheit, wenn man sich hier den Griff mühsam erfingern muss, weil der Stock außerhalb der Hand zu flattern beginnt. Deshalb mein Tipp: Testet vor dem Kauf den Stockschwung im Geschäft, denn eine gute Führung ist mehr wert als die halbe Miete für einen lockeren Stockeinsatz.
Ein guter Händler wird euch ohnehin nur Stöcke mit guter Führung anbieten, wenn er etwas vom Skiken versteht.
Worauf ich nicht verzichten würde, sind Schlaufen mit Klickmechanik: Dabei bleiben die Schlaufen um die Hand gegürtet, ob man nun mit Stock oder kurzzeitig ohne Stock unterwegs ist - etwa wenn man´s Apfelschorle an der Theke abholt. Dann einfach wieder in den Stockgriff hineinklicken und weiter geht´s; es ist herrlich praktisch, wenn man sich vor Beginn einer Tour nur ein Mal in die Rechts-/Linksschlaufen samt Klettverschluss hineinfummeln muss und dann nie wieder.
Eine praktische Formel bietet Reimund Hübner in seinem Skike-Buch an: 
Körpergröße in cm x 0,9 - 5 cm.
Das ist eine gute Richtlinie, um einen Stock zu kaufen, der 10cm kürzer bis 5cm länger ist als das Ergebnis der Formel vorgibt. Deshalb bin ich ein Freund längenverstellbarer Stöcke, die mittlerweile solch stabile Gewinde haben, dass sie den One-Way-Stöcken in festgelegter Länge den Rang ablaufen. Denn: Mit dem Skike-Niveau und der Kraft in Rücken und Arm bevorzugt der sportlich ambitionierte Skiker immer längere Stöcke!
Auf SKIKES stehend kann für Anfänger der Stock bis zur Unterkante des Brustbeins gehen, damit die Einübung einer guten Stocktechnik auch ohne vorheriges Trizeps-Training machbar ist.
Fortgeschrittene mögen den Stock bis zur Brustbein-Oberkante, also fast Schlüsselbeinhöhe, nehmen. Wer es dann noch stemmt, zieht den Stock bis auf Schulter-, wenn nicht sogar Adamsapfelhöhe.
Wie schön, sich hier einmal knapp halten zu können, denn die Auswahl an Skikes ist gering:
Es gibt nur einen, nämlich den V07!
In diese Version sind sämtliche Verbesserungen aus jahrelanger Forschung eingeflossen, so dass der Käufer mit Schuhgröße 36 bis 46 keine Qual der Wahl haben muss. Nur für Kinderfüße gibt es den V07 im Kleinformat.
Wahlmöglichkeiten gibt es bei den Farben: schwarz, silber mit blau und rot. Farben sind Geschmackssache; rein pragmatisch betrachtet mag der schwarze Skike vielleicht der rassigste sein, nur er ist empfänglich für Verschmutzungen und Kratzer, die schnell auffallen. Der weniger auffällig daherkommende blau-silberne Skike ist da nicht so empfindlich. Der rote ist ein echter Hingucker, scheinbar vor allem für Frauen- und Kinderaugen.
Fürs Fahren ist es einerlei: Unter jeder Farbe steckt ein guter Skike.
Und ein Hingucker ist das Skiken in dem Fall.
Wer seine Skikes neu bezogen hat, sollte für den ersten unbeschwerten Laufgenuss einige Grundeinstellungen vornehmen. Ich zitiere hier Otto Eder aus dem offiziellen Skike-Forum, denn wer wüsste es besser als der Entwickler der Skikes persönlich?
• Ventil einrichten und Luft einpumpen: Zuerst Luft völlig ablassen, dann lt. Abb. 1a Reifen und Felge zueinander einrichten, sodass das Ventil vollständig aus der Felge ragen kann. Auch während des Aufpumpens das Ventil aus der Felge ziehen. Auf 7 bis 8 Bar aufpumpen, denn beim Abziehen des Reifenfüllers geht etwas Luft weg. Bei einer Ventilstellung lt. Abb. 1b besteht die Gefahr, dass ein Knick im Schlauch entsteht, der zu einer Panne führen kann.
• Spur einstellen: Schutzkappe 2 mit einer Kombizange abziehen, dann Radmutter lockern und nur leicht festziehen. Anschließend das Skike entlang einer Linie oder Fliesenfuge schieben. Weicht das Skike von der Richtung ab, das Vorderrad entsprechend lt. Pfeil 2a einrichten bis das Skike exakt geradeaus läuft, und dann Mutter wieder festziehen und Schutzkappe 2 wieder aufdrücken. Sollte diese Einstellung am Vorderrad nicht ausreichend einstellbar sein, sollte diese Arbeit am Hinterrad fortgesetzt werden.
• Wadenschale zurechtbiegen: Werkseitig ist die Wadenschale (3) für eher dicke Waden ausgeführt. Diese sollte entsprechend den Waden des Benutzers zurechtgebogen werden. Eine richtige Anpassung der Wadenschale bietet dem Skiker sofort einen noch besseren Halt.
Für die Erfindung dieser Bremsen kennt meine Begeisterung keine Grenzen: Welches Rollgerät
unter den Füßen hat auf trockenem Grund schon einen Bremsweg von rund 5 Metern bei satten 30 km/h? Hier verleiht eine geniale Mechanik größtmögliche Sicherheit zum Wohle einer flotten Fortbewegung, die mitunter Gefühle wie beim Fliegen vermittelt.
Voraussetzung ist die korrekte Einstellung der Bremsen mittels der Flügelschraube. Einfluss auf den Abstand des Bremsdachs zum Rad haben: Umfang der Waden, Sohlen der Schuhe, Position der Fersenschale. Wer sich Skikes untereinander ausleiht, muss in jedem Fall die Bremse einstellen, denn diese drei Faktoren machen jeden Abstand individuell. Das ist auch der Grund, warum ein ausgebildeter Trainer die Einstellung überprüfen sollte, sobald er Ihr Skike-Können eingeschätzt hat.
Grundsätzlich gilt: Je besser der Fahrer, desto weiter kann das Bremsdach vom Rad entfernt sein; dann ist es möglich bis zum letzten Zentimeter auszustemmen und einen höheren Bremsdruck auszuüben, wenn Tempi jenseits von 40 km/h gestoppt werden müssen.
Mit der Flügelschraube für die X- oder O-Bein-Einstellung gilt es mit Bedacht vorzugehen. Ich würde grundsätzlich einige Wochen mit der neutralen Mittelstellung der Schraube skiken lernen, bis sich ein sicherer, gerader Stand etabliert hat.
Anfänger neigen aus Unsicherheit dazu, im Sprunggelenk nach innen zu knicken, also beim Ausstemmen mehr auf der Innenseite des Rades zu fahren. Technische Mängel dürfen aber auf keinen Fall durch die X/O-Einstellung kompensiert werden, denn das kann üble Dysbalancen und Verkürzungen der Muskulatur nach sich ziehen. Vielmehr gilt es die kleinen und größeren Muskeln in Fuß und Bein zu trainieren, um sich einen stabilen Stand zu erobern.
Anders sieht es bei strukturell bedingten X- oder O-Beinen aus: Hier sorgen Fehllängen und -stellungen in Knochen und Gelenken für eine dauerhafte X- oder O-Haltung der Beine, was durch die X/O-Schraube ausgeglichen werden muss - sonst wird es nie etwas mit dem guten Stand auf Skikes.
Aber Vorsicht: Die überwältigende Mehrheit von Fehlstellungen im Bewegungsapparat sind funktionell bedingt, meistens aufgrund von muskulären Verkürzungen oder einseitig trainierten Muskeln. Hier würden Sie Dysbalancen zementieren, wenn Sie vorschnell die X/O-Schraube verstellten! Dabei kann die Mittelstellung der Schraube sogar sanft therapeutisch auf unausgeglichene Muskeln einwirken, indem der harmonische Bewegungsablauf des Skating-Schritts alle Muskeln gleichermaßen trainiert.
Was bei den Bremsen schon richtig ist, ist bei der X/O-Einstellung noch richtiger: Ein Trainer soll mit geschultem Auge, am besten im Aufbaukurs, den Stand mit eventueller Fehlstellung überprüfen und millimetergenau testen, wie die intelligente Schraube helfen kann - denn tatsächlich wirken sich schon Millimeter gewaltig auf alle Körperachsen aus.

Die Fersenschale fixiert den Schuhabsatz auf den Skike und ist unverzichtbar, weil ohne sie viel der ausgeübten Kraft verloren ginge. Um sie auf den eigenen Absatz einzustellen, drückt man den gesamten Bügel mit Wadenmanschette und Bremse nach vorne, zieht die Schale vom Klettband und passt sie an den Schuh an. Danach ohne Schuh nochmals ein wenig zusammendrücken und bündig, gerade ausgerichtet mit dem Abschluss der Skikeschiene auf das Klettband aufsetzen. Kleinfüßige können die Fersenschale etwas davor aufsetzen, um zentraler auf dem Skike zu stehen.
Mit der Fersenschale lassen sich noch spürbare Feinheiten justieren, indem sie leicht rotiert oder seitlich versetzt auf den Skike aufgesetzt wird; damit lässt sich der Stand verbessern bzw. die Gleitphase verlängern. Das ist allerdings erst im fortgeschrittenen Stadium ein Thema und daher Inhalt vom Aufbaukurs oder einer Zuckerlfahrt.
Das Fußblech fixiert den Vorderfuß. Die Kante zeigt dabei stets nach innen; die Anpassung erfolgt nach der Einstellung der Fersenschale: Der Fuß wird auf den Skike gestellt, der Schuhrand orientiert sich am äußeren Skikerahmen. Dann Vorderfuß etwas anheben und das Fußblech so unterlegen, dass die Kante am Innenrand des Schuhs anliegt und so ein Verrutschen des Schuhs nach innen verhindert.
Ist der Schuh im vorderen Bereich sehr breit wie oft bei großen Füßen, kann auf das Fußblech verzichtet werden.

Wer nicht an der Straße kleben und seinen Radmantel frühzeitig abnützen will, pumpt sieben, besser acht Bar Druck in den Schlauch. An der Tankstelle geht das nicht, auch wenn es sich bei den Skikeventilen um Autoventile handelt; nur eine spezielle Luftpumpe, wie sie z. B. für Federungssysteme von Mountainbikes benötigt wird, kann so hohen Druck erzeugen, nämlich per präzisem Manometer bis zu 20 bar.
Diese Pumpen gibt es recht günstig im Fahrradhandel zu kaufen; sie sind klein, handlich und sollten in der Skiketasche
mitgeführt werden. Bei neuen Reifen sollte der Druck vor jeder Fahrt überprüft werden; wenn sie eingefahren sind, pumpe ich alle 5 Fahrten nach oder im Abstand von 3-4 Wochen.
Wichtig ist, dass die Pumpe über eine Blockiermechanik den Luftstrom unterbricht, bevor man die Pumpe vom Reifen schraubt. Dann entweicht so gut wie keine Luft und es verbleiben verlässlich acht Bar im Schlauch.
Wer unbedacht zur Luftpumpe greift, um seine taufrischen Skikes aufzupumpen, handelt sich
leicht seinen ersten Platten ein. Der Grund: Wenn die Räder noch nie mit höherem Druck aufgepumpt worden sind, kann sich der erschlaffte Schlauch um das Ventil herum am Rand der Ventilöffnung einklemmen; pumpt man nun auf, reißt der Schlauch ein, was nicht reparabel ist.
Deshalb gilt vor dem ersten Aufpumpen der Räder ab Werk oder nach einem Schlauch- bzw. Mantelwechsel: Ziehen Sie vorsichtig am Ventil, bis der Gummischaft am Fuß des Ventils zum Vorschein kommt. Dann können Sie sicher sein, dass sich keine Schlauchfalte verklemmen und einreißen kann. Normalerweise bleibt nun das Ventil in leicht herausgezogener Position und Sie können die Pumpe bedienen. Sollte es aber während des Aufpumpens zurückrutschen, ziehen Sie wiederholt am Ventil. Bleibt der Ventilstutzen partout nicht sichtbar, bitten Sie einen Helfer leicht am Ventil zu ziehen, während Sie aufpumpen.
Ist der Reifen nun auf 8 bar aufgepumpt, festigt sich die Position des Schlauches im Mantel; jedes weitere Aufpumpen ist dann kein Problem mehr, da das Ventil richtig ausgerichtet bleibt.
Man denke, der für Schuhgrößen 36 bis ca. 46/47 konzeptionierte SKIKE sollte für die allermeisten Menschen ausreichen - weit gefehlt! Nicht nur bei mir ist es so, dass in jedem Kurs mindestens ein größerer Füßler skiken möchte.
Erste Option ist das Versetzen des Vorderrads in das erste Loch (ab Werk kommt das Vorderrad im 2. Loch). Ab Schuhgröße 47 genügt das auch nicht, da ein Abstand von mindestens 1-2 cm zwischen Schuhspitze und Vorderrad bestehen sollte. Daher gibt es Verlängerungen (Extensions) als Skikezubehör zu kaufen: Diese werden zwischen Skike und Vorderrad montiert und lassen nun Luft bis Schuhgröße 54.
Bild von www.skike.com
Die Schutzbleche für SKIKES sind aus Blech, sondern aus Kunststoff und können in
Sekunden aufmontiert werden. In den nassen Jahreszeiten schützen sie vor allzu verdreckten Hosen und unterkühlte Waden, wenn auf nasser Straße oder aufgeweichten Waldböden Wasser oder Matsch hochspritzen. Da schaffen die Schmutzfänger komfortable Abhilfe, müssen allerdings ab und an von Blättern oder kleinen Ästen befreit werden, die beim Fahren vom Rad unter die Blende gezogen werden und hängen bleiben.
Auch ein Allrounder wie die Skikes hat Grenzen: Mit dem eleganten Skating- oder sogar dem sog. Ladyschritt für extra harte Berge ist es vorbei, wenn der Anstieg sehr steil ist und einen rutschigen Untergrund hat wie Schotter, nassen Waldboden oder Gras. Dann schlägt die Stunde der Rücklaufsperre, die einem Skiker im fast normalen Gehschritt erlaubt, den Anstieg zu bewältigen.
Für Skiker in sehr bergigen Gebieten ein äusserst nützliches Tool.
Bild von www.skike.com
Dass für einen schweißtreibenden Sport gute Funktionswäsche und -kleidung empfehlenswert ist, kann Ihnen ein Sporthändler vor Ort besser demonstrieren als ich hier. Ich will an dieser Stelle betonen, wie (lebens-)wichtig Schützer für Skiker aller Einweihungsgrade sind. Schauen Sie sich nur an, wie Downhill-Mountainbiker ausgestattet sind! So furchtbar weit sind wir auf Skikes nicht davon entfernt.
Oberstes Gebot: Helmpflicht! Je plötzlicher ein Sturz erfolgt, desto weniger Zeit haben unsere Reflexe die Korsett- und Halsmuskulatur schützend anzuspannen. Die Ursache kann das Schlagloch oder der Astprügel in der Dämmerung sein ebenso wie der Inline-Skater, der uns von hinten in die Beine fährt, weil er keine Bremsen hat wie wir. Für diesen ungünstigen Fall der Fälle muss als erstes der Kopf geschützt werden. Immer und überall.
Zweites Gebot: Ellbogenschützer! Zum Glück sind Stürze auf Skikes selten, zumindest wenn man es richtig gelernt hat. Die Mehrzahl der verbleibenden, schwerwiegenden Stürze ziehen die Ellbogen in Mitleidenschaft, da man - sei es im Rückwärtsfall oder beim Seitwärtssturz - früher oder später auf die Ellbogen kommt, um sich abzustützen. Das kann ohne Schutz richtig böse enden, also auch hier bitte keine Kompromisse.
Drittes Gebot: Knieschützer. Stürze nach vorne sind selten, da meistens ein Hindernis die Ursache ist, dem man nicht per Ausweichmanöver oder Sprung entgehen konnte. Passieren kann es aber jederzeit, daher sind Knieschützer in der Ausrüstung ratsam, wenn sie auch nicht den Stellenwert haben wie beim Inlinern.
Extremskiker dürfen noch über Hüft- und Rückenschützer nachdenken, vor allem wenn es in Richtung Downhill, Halfpipe und dergleichen geht.
Sie wird oft vergessen, was allerdings beim Aufprall eines dicken Insekts im Auge schmerzhaft erinnert wird. Auch bei gemeinsamen Fahrten mit anderen Skikern schützt die Brille, am besten aus Kunststoffgläsern, vor allzu weit nach hinten geworfenen Stockspitzen.
Skiken mit beherztem Stockeinsatz wird zur Plage, wenn Sie keine Handschuhe tragen.
Selbst wenn die Schlaufen guter Stöcke anatomisch angepasst sind, kommt es durch die andauernde Bewegung unvermeidlich zu Reibungen. Um die Haut davor zu schützen, investieren Sie in gute Handschuhe, die Ihrer Handgröße bestmöglich entsprechen!
Handschuhe, wie man sie zum Radfahren verwendet, sind ein Anfang. Noch besser allerdings sind Handschuhe mit einer verlängerten Stulpe für die Zeigefinger: Nach dem Stockschub werden beim Ausschwingen der Stöcke die Hände geöffnet und die Innenseiten der Zeigefinger bekommen beim Öffnen der Hand besonders engen und reibungsanfälligen Kontakt mit den Stockschlaufen; hier schützen diese Handschuhe, die extra für den kraftvollen Einsatz von Stöcken gefertigt werden.
Bei tiefen Temperaturen bieten sich Handschuhe aus dem Langlaufsport an. Sie wärmen ausreichend und bieten vornehmlich Schutz vor dem Fahrtwind, sind aber nicht zu dick. Außerdem werden atmungsaktive Materialien verwendet, was beim schweißtreibenden Skiken von Vorteil ist.
Die beste Kraftübertragung auf die Rollen gewährleisten feste, bestenfalls steife Sohlen wie etwa bei Langlaufschuhen. Allerdings muss die Sohle glatt auf dem Skike aufliegen, evtl. Klickvorrichtungen an älteren Langlaufschuhen nehmen wieder etwas an Stabilität.
Als den besten Kompromiss empfinde ich Mountainbike-Schuhe; damit lässt es sich noch bequem gehen, die Sohle ist aber fest genug für einen satten Stand auf Skikes. Danach kommen leichte Wanderschuhe, sofern der Absatz nicht allzu hoch aufstößt.
Fahren können Sie letztlich in jedem Schuh, sofern er nicht wie Joggingsschuhe zu breit ist an Vorderfuß und Absatz: Genug Spiel für eine ordentliche Fixierung im Fersenbereich ist wichtig, daher sind schmale Schuhe zu bevorzugen.
Otto Eder, der Erfinder der Skikes, zuckt bei einer Tour mit über 100 km Länge nicht einmal mit den Augenbrauen. Allerdings ist auch er dann einige Stunden unterwegs und braucht bestimmtes Zubehör für den Notfall:
In die Gürteltasche oder den Rucksack gehören für längere Ausfahrten
- ausreichend zu trinken
- ein Müsliriegel gegen Unterzuckerung
- Handy für Notfälle
- komplettes, aufgepumptes Ersatzrad
- dazugehöriger Radschlüssel für die Muttern
Die Schutzkappen über den Muttern entferne ich dauerhaft, da ich ansonsten eine Zange oder etwas Spitzes zum Lösen dieser Kappen bräuchte. Wer seine Skikes nach Gebrauch grob reinigt, kann meiner Meinung nach auf diese Schutzkappen verzichten.
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