skike Stuttgart TrainingsCenter - Materialprobleme und Lösungen für Skikes

Andreas Ogger

SKIKE TrainingsCenter Stuttgart

E-Mail: info@schwaben-skike.de

Telefon: 07152/90 95 905

Kurstermine

Alle Details zu den Skikekursen hier.

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Skike Einsteigerkurse
in Stuttgart-Vaihingen:

Kurs 1: Samstag, 07.08.10 um 15.30 Uhr
- - - noch 4 Plätze frei - - -

Kurs 2: Freitag, 27.08.10 um 17.45 Uhr
- - - noch 6 Plätze frei - - -

Die Kurse finden bei JEDEM Wetter statt.

Skike Aufbau-/Auffrischkurs
in Stuttgart:

Samstag, 02.10.10 um 14.45 Uhr
- - - noch 7 Plätze frei - - -

Der Kurs findet nicht statt, wenn es

  • weniger als 4 Teilnehmer sind.
  • schlechtes Wetter bzw. nassen Untergrund hat.
In diesen Fällen erlaube ich mir eine rechtzeitige Absage des Kurses.

Details und Anmeldung zum Aufbaukurs

Anmeldung zum Einsteigerkurs:

1. Anmeldeformular ausdrucken oder per Rechtsklick mit "Ziel speichern unter" auf Ihrer Festplatte speichern.

2. Füllen Sie das Formular per Hand oder am Computer aus. Unbedingt

  • eine gültige E-Mail-Adresse angeben!
  • die Gesundheitsfragen beantworten (Anmeldebogen wird nach dem Kurs vernichtet).
  • das Datum des gewünschten Kurses nicht vergessen!

3. Dann per Fax oder als Anhang per Mail absenden: Fax-Nr. 07152-90 95 906 oder an info@schwaben-skike.de
Per Mail ist eine maschinelle Unterschrift gültig.

4. Ich maile Ihnen alle Details zum Kurs wie Ausrüstungstipps und Wegbeschreibung. Sollte Ihr Wunschtermin ausgebucht sein, gebe ich Ihnen Bescheid.

5. Es kann losgehen! Sie werden Skikes berühren - bewegen - begeistert sein...

Sondertermine für Gruppen

Gerne können wir einen Termin nach Ihrem Wunsch vereinbaren, wenn Sie als Gruppe mit 5-7 Teilnehmern kommen.
Anruf genügt!

Grundsätzlich gilt für alle Kurstermine:
Alle Angaben mit Vorbehalt

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Materialprobleme und Lösungen

Themen

Spurtreue

Zu kleine SKIKES für zu große Füße

Wenn es bei jedem Schritt knackt...

Wenn die Stockspitze ständig bricht

Wenn der Reifen platt ist

Klettbänder lösen sich vom Skike

Reifenplatzer - unverhofft tückisch

Spurtreue

So mancher begeisterte Neu-SKIKER kommt mit eigenen SKIKES zu mir in den Kurs und wundert sich, warum das Geradeaus-Fahren so schwierig und ein Bremsmanöver so wackelig ist. Meist liegt es an der mangelnden Spurtreue, die vom Händler vor dem Verkauf der SKIKES nicht überprüft wurde.

Wenn Sie sicher auf SKIKES stehen und bremsen wollen, muss die Spur stimmen, d. h. die SKIKES müssen von selbst geradeaus laufen! So richten Sie die Spur selbst:

  1. Suchen Sie sich auf Asphalt eine halbwegs gerade Linie - etwa Straßenmitten, Asphaltausbesserungen, Teerkanten, Bodenplatten.
  2. Rollen Sie mit der Hand einen SKIKE daran entlang und schauen Sie, ob er von der Linie abweicht.
  3. Wenn ja: Lösen Sie die Schraube des Vorderrads, bis das Rad leichtes Spiel bekommt. Ist der SKIKE nach rechts ausgebrochen, drücken Sie das Vorderrad am Mantel mit der einen Hand nach links und ziehen Sie dabei mit der anderen Hand die Schraube wieder an.
  4. Überprüfen Sie aufs Neue die Spur. Wenn sie noch immer nicht stimmt, neu und feiner justieren.
  5. Ist die Abweichung nach wie vor stark, justieren Sie zusätzlich das Hinterrad.

Auf der offiziellen SKIKE-Seite findet Ihr auch eine gute Beschreibung der ersten Schritte, wenn man sich SKIKES zulegt.

Hier noch der Tipp eines schlauen Kollegen aus Holland - vielen Dank, Herr Meys:
"Die meisten SKIKER werden sicher ein Black&Decker Workmate oder etwas Ähnliches haben. Mit diesem Gerät kann man schnell und einfach die Spur der SKIKES einstellen, indem man die Radschrauben löst und danach vorsichtig die Reifen/Felgen ein wenig in den Workmate einklemmt. Danach wieder festschrauben und an einer geraden Linie kontrollieren - sollte aber immer stimmen."

 

Zu kleine SKIKES für zu große Füße

Bis Schuhgröße 46/47 sollte Ihnen das V07-Modell passen. Bei Trekking- und Joggingschuhen wird es eher mit der Breite der Schuhe schwierig als mit der Länge. Was aber tun, wenn Sie größere Füße als 47 haben? Ganz einfach:

  1. Lösen Sie die Fersenschale und setzen Sie diese so weit als möglich nach hinten - das ist etwas hinter der Bodenplatte. Das macht gut eine Nummer der Schuhgröße aus; aber vorsicht, dass die Fersenschale nicht am Hinterrad schleift!
  2. Setzen Sie das Vorderrad in das vorderste Achsenloch! Das verlängert zwar den Radstand und Sie sind nicht mehr ganz so wendig, hat aber auch den Vorteil, dass Sie eine höhere Laufruhe haben und weiter ausstemmen können.
Außerdem gibt es von SKIKE Verlängerungen, sog. Extensions: Diese werden nach dem Versetzen des Vorderrads am Vorderteil des Rahmens befestigt, so dass auch riesigen Füße optimalen Halt haben. Einfach beim Händler nachfragen, der kann die Verlängerungen besorgen!

 

Wenn es bei jedem Schritt knackt...

...aber nicht im Knie, sondern in den SKIKES - dann hilft am ehesten ein Gang zum Experten, also einem lizenzierten SKIKE-Verkäufer vor Ort: Der soll überprüfen, ob die Abstandshalter in den Radlagern die exakte Länge haben. Schon wenige Zehntel Millimeter Abweichung und es kann unter der Belastung beim Gleiten und Ausstemmen zu Knackgeräuschen kommen.
Diese sind mittelfristig nicht weiter tragisch, was die Rollqualität der SKIKES angeht - aber sie stören das stille Dahingleiten über Wiesen, Wald und Feld...

 

Wenn die Stockspitze ständig bricht

Zum Skiken empfehle ich Stöcke, die einen Carbonanteil haben und das Aluminium solide verarbeitet wurde - das ist bei Stöcken für 40 Euro (oft in den illegal bei eBay angebotenen Paketpreisen zu finden) nicht zu bekommen; alles andere macht aber auf Dauer keine Freude.
Damit ist der Stock steif genug für beste Kraftübertragung und biegsam genug zum Auffangen heftiger Stöße (Details siehe unter Stockmaterial).

Was die Spitze angeht, fahre ich nur noch mit einer doppelten; ein einfacher "Geierschnabel" pro Spitze ist mir nicht genug, wenn sie einmal brechen sollte - dann drehe ich bei einer doppelten einfach den Stock und kann unbehelligt weiterfahren.

Wenn die Spitze über Gebühr oft brechen sollte, könnt Ihr einmal folgende Punkte überprüfen:

  • Steche ich mit zu viel Wucht zu weit vorne ein? Ist eh gefährlich, der Einstechpunkt der Spitzen sollte stets auf Höhe Vorderrad, noch besser Knöchel sein.
  • Nehme ich bei Plastersteinen, Kopfsteinpflaster aller Art und Abwasserdeckeln immer die Stöcke hoch? Wenn nein, riskiert Ihr nicht nur die Stockspitzen, sondern auch den Bruch des Daumengelenks.
  • Ist der Stock zu steif, zum Beispiel bei einem zu hohen Carbonanteil?
  • Arbeite ich mit den Stöcken technisch sauber, dass heißt zu einem hohen Anteil aus dem Trizeps heraus (ist Inhalt vom Einsteigerkurs, wie Ihr sicher erinnert)? Wenn nein, dann rutschen die Stockspitzen auf Asphalt häufig ab, was zu massiver Abnutzung führt.

Noch ein Tipp: Wenn ich vorrangig Technik trainiere und die Stöcke dabei nur notallmäßig zum Abstützen gebrauche (etwa bei gewagteren Gleichgewichtsübungen, was heftige Stöße mit sich bringen kann), dann mache ich mir Gummipfropfen auf die Spitzen. Obendrein ist es schön leise und ich kann auch nachts in den Straßen trainieren... Die Gummidinger haben beim Üben auch während des normalen Fahrens einen Vorteil: Bei einer sauberen Stocktechnik rutsche ich auch mit Gummi auf der Spitze nicht ab, ist also ein schönes Korrektiv!

 

Wenn der Reifen platt ist

Sich beim Fahren einen Platten zuzuziehen ist bei SKIKES selten. Viel häufiger passiert es, wenn sich das Ventil beim erstmaligen Aufpumpen verklemmt und dann der Schlauch einreißt; das ist ärgerlich, gerade wenn man sein Paar SKIKES frisch gekauft hat.
Vorsorge dazu: Vor dem ersten Aufpumpen (auf gute 7 bar, wie Ihr sicher wisst) vorsichtig am Ventil ziehen, dass es ordentlich aus der Felge herausschaut. Unter den Tipps zur Ausrüstung und ersten Einstellung der skikes findet Ihr das nochmals mit Bild beschrieben.

Solltet Ihr trotzdem irgendwann einen Platten haben, könnt Ihr Euch die Prozedur des Schlauchwechsels antun - das ist ein wenig aufwendig, aber mit Übung bekommt man das immer schneller hin. Ansonsten gilt ohnehin: Immer mit Ersatzrad auf Touren gehen!

Anleitung zur Demontage und Montage eines Reifens von Otto Eder:

Das Abmontieren eines Reifens funktioniert ziemlich einfach: Luft ablassen und dabei den Reifen zusammendrücken, damit die Luft möglichst raus ist. Dann gegenüber des Ventils den Reifen so gut wie möglich in die Felge drücken und beim Ventil mit einem Fahrradreifenmontierwerkzeug den Reifen aus der Felge heben, mit einem zweiten Werkzeug knapp daneben weiter den Reifen abziehen, bis man eine Seite runter hat. Weiters den Reifen mit der Hand, gegenüber dem Ventil beginnend, samt Schlauch von der Felge ziehen.

In einen neuen Schlauch zuerst ein bisschen Luft geben und anschließend diesen in den Reifen hinein geben. Darauf achten, dass das Ventil entgegen der Laufrichtung des Reifenprofils zeigt. Vorausgesetzt, das Profil gibt eine Laufrichtung vor. Den Reifen mit Montagepaste oder Schmierseife einstreichen. Ventil entsprechend in die Felge führen, sodass das Ventil in der dafür vorgesehenen Ausnehmung in der Felge sitzt. Den Reifen erstmal mit einer Seite auf die Felge drücken. Weiters neben dem Ventil vom Ventil weg mit dem Aufziehen beginnen. Dabei besonders darauf achten, dass dabei gegenüber des Ventils der Reifen ganz zusammengedrückt tief in der Felge drinnen ist, dann rutscht der Rest des Reifens ganz ohne Werkzeug mit etwas Mühe auf die Felge. Durch Drehen des Reifens auf der Felge das Ventil noch entsprechend einrichten, und aufpumpen. Beim Aufpumpen unbedingt das Ventil vollständig aus der Felge ziehen. Nach der Montage des Rades den Geradeauslauf prüfen bzw. einstellen. 

Die Anleitung zum Schlauch- und Reifenwechsel findet Ihr auch in YouTube. Viel Bastelerfolg!

 

Klettbänder lösen sich vom Skike

Vor allem bei Skikern mit über 90 kg auf dem Leib kommt es (selten) vor, dass die Fersenschale während des Fahrens zu rutschen beginnt. Das reduziert die Effektivität beim Ausstemmen und kostet Kraft. Da die Klettverbindung zwischen Fersenschale und Bänder unter dem Gewicht des Körpers felsenfest klebt, liegt es meistens an den Klettbändern, die sich vom Skike lösen.
Da gibt es zwei Lösungen, eine konservative und eine chirurgische:

Die konservative Lösung: Klettbänder neu verkleben
Die beiden Flächen von Skike und Bänder, die zusammenkleben, mit Lösungsmittel reinigen, so dass erst einmal nichts mehr klebt. Dann beide mit Schusterleim oder 2-Komponenten-Kleber bestreichen und 20 min trocknen lassen. Hernach zusammenfügen und eine Weile gut anpressen. Das sollte in den meisten Fällen halten. Wenn nicht (wobei dann auch die Lauftechnik überprüft werden sollte):

Die chirurgische Lösung:
Die Fersenschlale dem Schuh anpassen, mit dem immer gefahren wird. Dann auf Höhe des Spaltes in die Skikeschiene ein Loch bohren. Schließlich eine passend kurze Schraube nehmen, die von unten eingeführt wird; oben wird eine breite Unterlagsscheibe aufgesetzt, die den Spalt der Fersenschale überbrückt. Dann die Mutter drauf und fest zuschrauben. Wenn das auch nicht funktioniert, gibt es nur noch eins: Abnehmen!



Reifenplatzer - unverhofft tückisch

Bei Traumwetter eine Skikerunde: Du gleitest schwerelos dahin. Niemand bevölkert den Radweg, du bist allein mit 35 km/h auf deinen Skikes unterwegs. Plötzlich fährt dir ein Knall in die Glieder, eine halbe Sekunde später keine Luft mehr im rechten Reifen, der Skike bremst, bricht aus, du kämpfst um deine Balance und landest in grotesken Laufschritten und wirbelnden Stöcken im Acker...

Ein Reifenplatzer ist kein Spaß und in der Schrecksekunde eine Herausforderung die Balance zu bewahren, um irgendwie anzuhalten. Mit solider Bremstechnik ist da nicht mehr viel zu machen, dafür geht alles viel zu schnell und das Bremsdach greift auf einem platten Reifen kaum mehr. Mir ist das im April 2010 das erste und einzige Mal bisher passiert - es war eine wertvolle Erfahrung.

Das Tückische daran ist, dass Platzer gerade bei hohem Tempo auf besten Asphaltbedingungen vorkommen können. Die gute Nachricht: Es passiert so selten, dass viele Skiker damit nie konfrontiert werden. Und wenn, dann werden sich die meisten Skiker mit guter Standfestigkeit (wie sie in den Kursen gelehrt wird) irgendwie auf den Rollen halten können. Trotzdem sind Vorsorgemaßnahmen empfehlenswert:

1. Je nach Gelände und Tempo kann es schwierig sein einen Reifenplatzer ohne Sturz zu überstehen. Daher gilt auch für Profis: Schutzkleidung wie Ellbogenschoner und Helm sind Pflicht. Manche Skiker fahren zusätzlich mit Hüft- und Rückenprotektoren.
2. Bei Bergab-Fahrten, vor allem auf Schotter, das Tempo drosseln. Das drosselt vielleicht auch etwas Spaß, aber erweitert um ein Vielfaches die Sicherheit.
3. Achte auf konstanten, hohen Reifendruck von 7-8 bar. Beim regelmäßigen Aufpumpen kurz die Ventile auf Verschmutzungen checken (ich entferne die Schutzkappen immer dauerhaft), damit keine Staubteilchen und eventuelle Splitter in den Schlauch gepumpt werden.
4. Oberstes Gebot: Der Mantel muss in gutem Zustand sein mit ordentlichem Profil an der Innen- wie an der Außenkante. Ich gestehe: Bei meinem Platzer war ein recht abgefahrener Mantel sicher mit ein Grund.
5. Wer regelmäßig fährt, sollte alle paar Monate die Luft aus dem Reifen nehmen, den Schlauch von der Felge wegdrücken und die Ritze mit einem Pinsel auf Verunreinigungen prüfen.
6. Die Ränder des Ventillochs in der Felge mit feinem Schleifpapier entgraten, vor allem wenn es sich um ein Neurad handelt; ansonsten beim nächsten Schlauchwechsel nachholen.
7. Wer 2-3 Mal pro Woche fährt, könnte alle 6 Monate Mantel und Schlauch erneuern - mehr Vorsorge geht nicht.