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Schutzkleidung und Protektoren zum Skiken

Dass für einen schweißtreibenden Sport gute Funktionswäsche und -kleidung empfehlenswert ist, kann Ihnen ein Sporthändler vor Ort besser demonstrieren als ich hier. Ich will an dieser Stelle betonen, wie (lebens-)wichtig Schützer für Skiker aller Einweihungsgrade sind. Schauen Sie sich nur an, wie Downhill-Mountainbiker ausgestattet sind! So furchtbar weit sind wir auf Skikes nicht davon entfernt.

Protektoren

Oberstes Gebot: Helmpflicht! Je plötzlicher ein Sturz erfolgt, desto weniger Zeit haben unsere Reflexe die Korsett- und Halsmuskulatur schützend anzuspannen. Die Ursache kann das Schlagloch oder der Astprügel in der Dämmerung sein ebenso wie der Inline-Skater, der uns von hinten in die Beine fährt, weil er keine Bremsen hat wie wir. Für diesen ungünstigen Fall der Fälle muss als erstes der Kopf geschützt werden. Immer und überall.

Zweites Gebot: Ellbogenschützer! Zum Glück sind Stürze auf Skikes selten, zumindest wenn man es richtig gelernt hat. Die Mehrzahl der verbleibenden, schwerwiegenden Stürze ziehen die Ellbogen in Mitleidenschaft, da man - sei es im Rückwärtsfall oder beim Seitwärtssturz - früher oder später auf die Ellbogen kommt, um sich abzustützen. Das kann ohne Schutz richtig böse enden, also auch hier bitte keine Kompromisse.

Drittes Gebot: Knieschützer. Stürze nach vorne sind selten, da meistens ein Hindernis die Ursache ist, dem man nicht per Ausweichmanöver oder Sprung entgehen konnte. Passieren kann es aber jederzeit, daher sind Knieschützer in der Ausrüstung ratsam, wenn sie auch nicht den Stellenwert haben wie beim Inlinern.

Extremskiker dürfen noch über Hüft- und Rückenschützer nachdenken, vor allem wenn es in Richtung Downhill, Halfpipe und dergleichen geht.

Schutzbrille

Sie wird oft vergessen, was allerdings beim Aufprall eines dicken Insekts im Auge schmerzhaft erinnert wird. Auch bei gemeinsamen Fahrten mit anderen Skikern schützt die Brille, am besten aus Kunststoffgläsern, vor allzu weit nach hinten geworfenen Stockspitzen.

Handschuhe

Skiken mit beherztem Stockeinsatz wird zur Plage, wenn Sie keine Handschuhe tragen.
Selbst wenn die Schlaufen guter Stöcke anatomisch angepasst sind, kommt es durch die andauernde Bewegung unvermeidlich zu Reibungen. Um die Haut davor zu schützen, investieren Sie in gute Handschuhe, die Ihrer Handgröße bestmöglich entsprechen!

Handschuhe, wie man sie zum Radfahren verwendet, sind ein Anfang. Noch besser allerdings sind Handschuhe mit einer verlängerten Stulpe für die Zeigefinger: Nach dem Stockschub werden beim Ausschwingen der Stöcke die Hände geöffnet und die Innenseiten der Zeigefinger bekommen beim Öffnen der Hand besonders engen und reibungsanfälligen Kontakt mit den Stockschlaufen; hier schützen diese Handschuhe, die extra für den kraftvollen Einsatz von Stöcken gefertigt werden.

Bei tiefen Temperaturen bieten sich Handschuhe aus dem Langlaufsport an. Sie wärmen ausreichend und bieten vornehmlich Schutz vor dem Fahrtwind, sind aber nicht zu dick. Außerdem werden atmungsaktive Materialien verwendet, was beim schweißtreibenden Skiken von Vorteil ist.

Schuhe

Die beste Kraftübertragung auf die Rollen gewährleisten feste, bestenfalls steife Sohlen wie etwa bei Langlaufschuhen. Allerdings muss die Sohle glatt auf dem Skike aufliegen, evtl. Klickvorrichtungen an älteren Langlaufschuhen nehmen wieder etwas an Stabilität. 
Als den besten Kompromiss empfinde ich Mountainbike-Schuhe; damit lässt es sich noch bequem gehen, die Sohle ist aber fest genug für einen satten Stand auf Skikes. Danach kommen leichte Wanderschuhe, sofern der Absatz nicht allzu hoch aufstößt. 
Fahren können Sie letztlich in jedem Schuh, sofern er nicht wie Joggingsschuhe zu breit ist an Vorderfuß und Absatz: Genug Spiel für eine ordentliche Fixierung im Fersenbereich ist wichtig, daher sind schmale Schuhe zu bevorzugen.

Ausrüstung für längere Ausfahrten

Otto Eder, der Erfinder der Skikes, zuckt bei einer Tour mit über 100 km Länge nicht einmal mit den Augenbrauen. Allerdings ist auch er dann einige Stunden unterwegs und braucht bestimmtes Zubehör für den Notfall:

In die Gürteltasche oder den Rucksack gehören für längere AusfahrtenSkike Tipps - Hinterrad und Schraubenschlüssel

- ausreichend zu trinken
- ein Müsliriegel gegen Unterzuckerung
- Handy für Notfälle
- komplettes, aufgepumptes Ersatzrad
- dazugehöriger Radschlüssel für die Muttern

Die Schutzkappen über den Muttern entferne ich dauerhaft, da ich ansonsten eine Zange oder etwas Spitzes zum Lösen dieser Kappen bräuchte. Wer seine Skikes nach Gebrauch grob reinigt, kann meiner Meinung nach auf diese Schutzkappen verzichten.

 

Andreas Ogger - skike TrainingsCenter Stuttgart

Tel: 07152-90 95 905 | E-Mail: info@schwaben-skike.de

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